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Die Funktion des Blutkreislaufes
Immerhin 8 % unserer Körpermasse macht das Blut aus, eine Flüssigkeit, die vielfältige Aufgaben zu erfüllen hat. Es besteht aus Blutplasma und den darin schwimmenden Blutkörperchen. Bei den Blutkörperchen unterscheiden wir rote Blutkörperchen, weiße Blutkörperchen und Blutplättchen.
Das Blutplasma enthält die gelösten Nährstoffe, Hormone, Stoffwechselprodukte etc.
Die roten Blutkörperchen enthalten den roten Blutfarbstoff Haemoglobin, der Sauerstoff bzw. Kohlendioxid im Blut transportiert.
Die weißen Blutkörperchen sind die Gesundheitspolizei unseres Körpers. Sie bekämpfen Krankheitserreger.
Die Blutplättchen sind für die Heilung von Wunden verantwortlich. Gemeinsam mit dem im Plasma enthaltenen Stoff Fibrinogen bilden sie Fibrin, um Wunden zu verschliessen.


Das Herz und die Blutgefässe
Das Blut kann seine Aufgaben nur erfüllen, wenn es ständig in Bewegung ist. Die Bahnen, in denen sich das Blut bewegt, sind die Gefäße und das Herz leistet die Pumparbeit.

Das Herz ist ein Hohlmuskel, der aus 2 Vorhöfen und 2 Herzkammern besteht. Beim Erwachsenen sind der rechte und der linke Teil des Herzens völlig getrennt. Im Körperkreislauf wird das sauerstoffreiche Blut aus der linken Herzkammer über die Aorta in den Körper gepumpt und durchfliesst diesen (Körperkreislauf). In den dünnwandigen Kapillargefäßen erfolgt der Stoffaustausch mit den Zellen. Anschließend gelangt das Blut mit Kohlendioxid angereichert durch Venen und den rechten Herzvorhof in die rechte Herzkammer. Von dort pumpt das Herz das Blut in den Lungenkreislauf, wo der Austausch Kohlendioxid - Sauerstoff erfolgt. Von der Lunge gelangt das Blut durch die Lungenvene über den linken Vorhof wieder in die linke Herzkammer. Die Nährstoffe aus dem Darm nimmt das Blut im Pfortaderkreislauf auf, der eine Verbindung Bauchschlagader - Darm - Leber - Hohlvene darstellt.
Die normale Herzfrequenz liegt bei Erwachsenen zwischen 60 und 80 Schlägen/Minute. Jeder Herzschlag transportiert je 70 - 100 ml Blut in die Aorta bzw. in die Lungenschlagader. Die Kontraktion des Herzens nennt man Systole, die Erschlaffung Diastole.

Beim Blutdruck unterscheidet man daher den systolischen (höheren) und den diastolischen (niedrigeren) Wert. Der systolische Wert ist jener, der gemessen wird, wenn sich das Herz zusammenzieht, der diastolische wenn das Herz entspannt ist. Optimal ist ein Blutdruck von etwa 120/80. Werte unter 140/90 gelten noch als normal.

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